Zwischen Waldbränden und Hochwasserkatastrophen, zwischen Artensterben und Klimakrise von Hoffnung zu reden – ist das nicht naiv? Nein, das ist es nicht. Nicht nur die Jugend steht für Veränderungen ein, auch eine Organisation deckt mit friedlichen Mitteln Umweltsünden auf, die vor 50 Jahren gegründet wurde: Greenpeace. In einem kleinen Fischerboot begann am 15. September 1971 die Geschichte von Greenpeace. Seitdem verändert die Umweltschutzorganisation mit gewaltfreien Aktionen die Welt.

Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior im Hafen von Amsterdam (Quelle: Hollandse Hoogte/imago images)

Am 15. September 1971 machte sich eine kleine Gruppe von Aktivist:innen mit einem umgebauten Fischkutter auf den Weg zu den Aleuten-Inseln vor der Küste Alaskas, um einen dort geplanten Atomtest der USA zu verhindern. Heute hat Greenpeace über 55 Ländervertretungen und mehr als drei Millionen Unterstützer:innen weltweit. Als internationale, überparteiliche und von Politik wie Wirtschaft unabhängige Umweltorganisation setzt sich Greenpeace mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz der Lebensgrundlagen sowie eine Welt ohne Rüstung und kriegerische Konflikte ein. Die Gründerinnen und Gründer von Greenpeace haben gezeigt, dass eine Handvoll Menschen, die mutig und entschlossen sind, die Welt verändern können. 

Auch in der Musik hat Greenpeace Erwähnung gefunden. In Erinnerung geblieben ist Schiff „Rainbow Warrior“, das am 10. Juli 1985 von Agenten des französischen Geheimdienstes im neuseeländischen Auckland versenkt wurde. In der Komposition Rainbow Warrior schildert der Komponist Kees Vlak die unzähligen Kämpfe des Greenpeace-Boots. Die Rainbow Warrior macht sich auf den Weg in den Arktischen Ozean, um einen Walfänger zu suchen, der sich an seine Beute heranpirscht, die als gefährdete Art auf der Liste steht und daher geschützt ist. Die See ist rau. Die Wale werden unerbittlich harpuniert, als die Rainbow Warrior sich in die Aktionen der Walfänger einmischt und ein sofortiges Ende der Jagd fordert. Eine eisige Stille senkt sich über die Szene, ein kurzer Moment des Aufatmens, bevor die Feindseligkeiten wieder aufgenommen werden.

In Meltdown beschreibt Marco Pütz das „Leben“ eines Kernreaktors, von seiner Konstruktion (Geburt) bis zur Destruktion (Super G.A.U.) und soll als eine Art „musikalischer Protest“ gegen die Atom-Lobby verstanden werden. Zugleich gilt das Werk als Reaktion auf die Schwäche der Menschen gegenüber dieser Macht und der Gefahr, die von ihr ausgeht. Bedingt durch die Machtlosigkeit tragen die 6 Episoden dieses Werkes Titel, die wohl zum Teil etwas sarkastisch klingen, jedoch vielleicht gerade deshalb zum Nachdenken anregen sollen. Dieses Stück wurde 1992 komponiert, als Anlehnung an einen Anti-Nuklear-Spot gleichen Namens von Greenpeace.