Ennio Morricone war ein stiller Mann, introvertiert und ohne Skandale. Wenn auch sein Name für immer mit dem (Western-)Film verbunden sein wird, er wollte nie ein Cowboy sein. Vielmehr wird er in die Geschichte als großer Musiker und Komponist eingehen, wenn vielleicht nach seinem Tod die Menschen sein Schaffen um die klassische Musik erkennen werden. Sein Kampf galt also nicht dem Bösen im Menschen, sondern der Anerkennung als Komponist seiner symphonischen Musik.

Wie der ORF berichtet, komponierte Morricone in seiner Karriere über 500 Filmmusiken für Kino und Fernsehen und wurde mit zwei Oscars prämiert. Montagfrüh starb der Maestro in einer Klinik in Rom, wo er nach einem Sturz wegen eines Oberschenkelbruchs behandelt worden war. „Der Maestro war bis zum Schluss anwesend und voller Würde“, teilte sein Manager mit.

Das letzte Stück, das Morricone schuf, ist eine Hommage an die Todesopfer der im August 2018 eingestürzten Morandi-Brücke in Genua. Das Werk für Orchester und Chor hatte der 91-jährige Morricone für ein Konzert komponiert, das am Tag vor der Einweihung der neu errichteten Brücke im Theater Carlo Felice in Genua geplant ist.

Morricone hatte positiv auf eine Bitte des Intendanten des Theaters von Genua, Claudio Orazi, reagiert, ein Stück für die 43 Todesopfer des Brückeneinsturzes zu schreiben. „Das vier Minuten lange Stück mit dem Titel ‚Viele Steine als Erinnerung‘ ist extrem bewegend und ist das letzte Werk, das Morricone vor seinem Tod vollendete“, teilte das Theater in Genua am Montag mit.

Trotz seiner internationalen Erfolge war der grauhaarige Italiener mit der Hornbrille immer auf seine Privatsphäre bedacht. Morricone war seit 1956 mit Maria Travia verheiratet, gemeinsam hat das Paar drei Söhne und eine Tochter. Einer der Söhne arbeitet ebenfalls als Komponist. (Quelle: ORF)

Bearbeitungen für Blasorchester

Kompositionen für Streich-, Symphonie- und andere Orchesterformen

Arrangements für Ensembles

Chorwerke

Solistische Werke