Vor 250 Jahren wurde Napoleon Bonaparte geboren

An Napoleon scheiden sich die Geister: War er genialischer Kriegsherr und Hüter des Erbes der Französischen Revolution oder Kriegsverbrecher und Knechter der Völker? Die Geschichte des französischen Herrschers zeichnet den fantastischen Weg eines verschrienen Insulaners zum mächtigsten Mann Europas. Napoleon steht für den Einzug der Moderne in Europa und zugleich für das neue, totale Gesicht des Krieges. (Klaus Nelißen)

Napoleon Bonaparte

Zahlreiche Komponisten haben Napoleon und den denkwürdigen Kriegsgeschehen ein musikalisches Denkmal gesetzt. Allem voran zu nennen Tschaikovsky’s Ouverture Solenelle 1812, die es in unterschiedlichsten Arrangements gibt. Von den Klassikern sei noch Beethoven genannt, der ein glühender Verehrer Napoleon war. Ihm widmete er seine dritte Sinfonie mit dem Titel Eroica. Als aber Napoleon sich einige Jahre später selbst zum „Kaiser aller Menschen“ krönte, war Beethoven sehr verärgert und erkannte, dass Napoleon nur nach eigener Macht und Ruhm strebte. Die Geschichte wiederholte sich später unter anderen Vorzeichen….

Von den zeitgenössischen Komponisten sei der Österreicher Otto M. Schwarz genannt, von dem es sogar ein Werk für Blasorchester und Filmaufführung gibt ( 1805 – A Town’s Tale ). Die Geschichte, die der Film erzählt, spielt vor dem Hintergrund des 3. Koalitionskrieges zwischen den Napoleonischen Truppen und den verbündeten Ländern Russland, England, Schweden und Österreich im Jahr 1805 in der Nähe von Krems / Niederösterreich während der „Schlacht von Dürenstein“.

Florian Pedarnig mit seinem bekannten Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ sei erwähnt, der an die Zwangsrekrutierungen zum bayrischen Heer und dem Krieg Österreichs gegen Napoleon von 1809 erinnert. Der Tiroler Freiheitskampf leitet das Ende der Herrschaft Napoleons in Europa ein.

Der Franzose Thierry Deleruyelle schuf mit Emperor ein deskriptives Werk nach dem Leben von Napoleon Bonaparte. Der erste Satz hebt die Charakterzüge des Kaisers von Frankreich hervor, wozu Heldenmut und Brillanz ebenso wie Schwermut gehören. Der zweite Satz ist seiner großen Liebe Josephine Beauharnais gewidmet und im Kontrast dazu der dritte Satz dem Feldherrn Napoleon und seinen zahlreichen Schlachten. Ein schillerndes Werk über eine große historische Figur!

Mit Napoleon at Waterloo schildert der Amerikaner Barry Kopetz Napoleons letzte Schlacht bei Waterloo vom 18. Juni 1815. Die Niederlage der von Napoleon geführten Franzosen gegen die alliierten Truppen unter dem englischen General Wellington und dem preußischen Feldmarschall Blücher beendete Napoleons „Herrschaft der Hundert Tage“ und führte mit dessen endgültiger Abdankung am 22. Juni 1815 zum Ende des Französischen Kaiserreichs.

Unbestritten ist Napoleons brutaler Wille zur Macht. Er soll mehr Schlachten geführt haben als Karl der Große, Hannibal und Cäsar zusammen. Er hinterließ mit seinen Kriegszügen Leichenberge – und dennoch: Er fasziniert nicht nur Zeitgenossen.

Der Dichter Christian Morgenstern (1871 bis 1914) bemerkte: „Napoleon war ein Naturereignis. Ihn einen großen Schlächter schmähen heißt nichts anderes, als ein Erdbeben groben Unfug schelten oder ein Gewitter öffentliche Ruhestörung.

250 Jahre Napoleon Bonaparte – ein denkwürdiges Ereignis das würdig in jedes Konzert passt: Werkliste