Photo: Discogs

Denkt man an Stephen Sondheim, bringt man ihn kaum mit Bernsteins „West Side Story“ in Verbindung. Sondheim war als Komponist wie auch als Texter genial und so lieferte er die Texte zu dieser Oper. Sein Vorbild als Komponist nannte er Johann Sebastian Bach. Er behauptete einmal, nichts anderes gehört zu haben als die von Bach. Die meisten seiner Musicals verzichten auf eingängige, leicht fassliche Melodien, sodass nur wenige Songs aus seinem Bühnenwerk einem breiten Publikum bekannt sind. Eine Ausnahme bildet wohl das Lein „Send in the Clows“ aus dem Musical „A Little Nicht Music“. Ein typisches Merkmal seines Stils ist, komplexe musikalische Strukturen so geschickt zu arrangieren, dass sie einem unerfahrenen Hörer gar nicht auffallen. Er hatte eine Vorliebe für komplizierte Harmonien und Melodien, die nicht selten sogar polyfone Formen annahmen.

Wie der ORF in seinem Nachruf berichtet, gewann Sondheim in seiner jahrzehntelangen Karriere alle renommierten US-Preise. Für sein Schaffen wurde er mit acht Grammy Awards, ebenso vielen Tony Awards, einem Oscar und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. 2015 erhielt er vom damaligen Präsidenten Barack Obama die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. „Um es einfach zu sagen: Stephen hat das amerikanische Musical neu erfunden“, sagte Obama damals.

Der Musical-Komponist und Texter Stephen Sondheim ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf Sondheims Anwalt F. Richard Pappas berichtete, starb er am Freitag in seinem Haus in Roxbury im US-Bundesstaat Connecticut, nachdem er am Vortag noch mit Freunden Thanksgiving gefeiert hatte.

Bearbeitungen für Blasorchester

Bearbeitungen für Streichorchester

Bearbeitungen für Ensembles

Bearbeitungen für BigBand/Jazzensembles

Bearbeitungen für Chor