Viele spezielle Instrumente aus verschiedenen Erdteilen der Welt sind seit Jahrhunderten bekannt. Etwa das Didgeridoo aus Australien, Schlaginstrumente aus Asien oder Saiteninstrumente aus dem Orient. Die Okarina aber war in vielen alten Hochkulturen vertreten. In Mesopotamien wurde eine tönerne Gefäßflöte mit Tierkopf aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. gefunden. Die ältesten chinesischen Gefäßflöten, Vorläufer der xun, stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. In Amerika wurden sie von den Maya, Inka und Azteken gespielt. Dort hatten sie meist die Form von Vögeln oder anderen Tieren, während die xun im alten Kaiserreich China eher eiförmig waren.

Der Name Okarina stammt aus der Emilia-Romagna und bedeutet etwa „Gänschen“. Um 1860 Jahrhunderts entwickelte der italienische Tonbrenner Giuseppe Donati aus Budrio die heute vorherrschende rübenförmige Gestalt mit einem Tonumfang von eineinhalb Oktaven, die 10-Loch-Okarina. Er baute seine Instrumente in mehreren Größen, von der kleinen Sopranokarina bis zur großen Bassokarina. Der erste öffentliche Auftritt eines Okarinaquintetts fand 1863 in Budrio statt.

Besonders aufgefallen ist die Komposition „Okarina“ des russischen Komponisten Veniamin Myasoedov. Dieser wurde 1951 in Mitschurinsk geboren. Mitschurins ist eine Stadt südostlich von Moskau mit ca. 100.000 Einwohner. Dort ist er Saxophonist, Orchestermusiker, Komponist und Musiklehrer in den städtischen Institutionen.

Die Blaskapelle in Villafranca de Xira, Portugal, wurde als Okarinaorchester gegründet. Im Foyer des vereinseigenen Orchestersaals werden diese alten Instrumente ausgestellt. Anlässlich eines Blasorchester-Wettbewerbes durfte ich dort die Metamorphose vom Okarina- zum Blasorchester mit verfolgen. Die kleineren bis mittleren Okarinas waren mir ja bekannt, aber die Bass-Okarins – ich möchte die nicht herumschleppen müssen…..

Fazit: Okarina und Blasorchester? Gibts da was? Einige wenige Werke sind hier aufgelistet, mit dem Sie die Okarina Ihrem Publikum näherbringen können.