Christopher Rouse

Der amerikanische Komponist und beliebte Lehrer Christopher Rouse ist am Samstag, den 21. September, im Alter von 70 Jahren in Baltimore, Maryland, gestorben. Das wurde von seiner Familie bekannt gegeben.

Christopher Rouse war ein produktiver Komponist einer Vielzahl von gefeierten Kammer- und Ensemblewerken. Sein Katalog einflussreicher Werke ist geprägt von extremer emotionaler Tiefe und farbenfroher Orchestrierung und spiegelt seine unstillbare Neugierde auf Musik aus der gesamten westlichen Musikgeschichte bis hin zum populären Rock wider.

Rouses letztes Werk, die Symphonie Nr. 6, wurde in diesem Jahr fertig gestellt und wird am 18. und 19. Oktober mit dem Cincinnati Symphony Orchestra und Louis Langrée uraufgeführt.

Rouse wird unter die neoromantischen Komponisten eingereiht. Viele seiner Werke kombinieren Diatonik mit zeitgenössischen Techniken. Er galt auch als hervorragender Orchestrator. Eine Vorliebe für Perkussionsinstrumente und spezifische rhythmische Bildungen spiegeln seine Auseinandersetzung mit der Rockmusik wider. Rouse griff auch auf Zitate anderer Komponisten zurück; so werden in seiner „1. Sinfonie“ von 1986 Bruckner und Schostakowitsch zitiert.

1949 in Baltimore geboren, wo er bis zu seinem Tod lebte, entwickelte Rouse ein frühes Interesse an klassischer und populärer Musik. Er absolvierte das Oberlin Conservatory und die Cornell University und gehörte zu den Schülern von George Crumb und Karel Husa. Rouse behielt ein ständiges Interesse an populärer Musik: An der Eastman School of Music, wo er von 1981-2002 Professor für Komposition war, lehrte er viele Jahre lang einen Kurs in der Geschichte des Rock. Rouse war auch Mitglied der Kompositionsfakultät an der Juilliard School seit 1997 und des Distinguished Composer-in-Residence am Peabody Institute der Johns Hopkins University.

Werkverzeichnis