Urlaubsziel #2: Indien – Taj Mahal – eine in Stein gemeiselte Liebesgeschichte

Das Taj Mahal – eine in Stein gemeiselte Liebesgeschichte

Taj Mahal – Liebe aus Stein

Zugegeben: Indien im Sommer ist vielleicht ein bisschen heiß – aber musikalisch spielt das keine Rolle. Im Sommer finden eh keine Konzerte statt. Aber als Rückerinnerung im Herbst ist das ein heißer Tipp: eine Reise zum Taj Mahal, Indien.

Erbaut im siebzehnten Jahrhundert, liegt das Taj Mahal am Rande der Stadt Agra. Diese vorliegende symphonische Skizze erinnert in einem einzigen Satz an die gesamte Geschichte, an die Poesie und Schönheit dieses Weltwunders. Das in fünf Teile gegliederte Werk beschreibt sowohl seine Architektur als Ganzes als auch die darin verborgene Liebesgeschichte.

Der Bau des Taj Mahal wurde kurz nach dem Tode Mumtaz Mahals im Jahr 1631 begonnen und 1648 fertiggestellt. Beteiligt waren über 20.000 Handwerker aus vielen Teilen Süd- und Zentralasiens und verschiedene Architekten, unter anderem Ahmad Lahori und der aus Badakhshan (heute Afghanistan) stammende Perser Abu Fazel. Er verschmolz persische Architektur mit indischen Elementen zu einem herausragenden Werk der indo-islamischen Baukunst. Die Baumaterialien wurden aus Indien und anderen Teilen Asiens mit Hilfe von ca. 1000 Elefanten herangeschafft.

Eine weit verbreitete Legende besagt, dass ursprünglich ein gleiches Bauwerk aus schwarzem Marmor als Mausoleum für Shah Jahan auf der anderen Seite des Flusses Yamuna geplant war, das aber nicht verwirklicht wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite des „weißen“ Taj Mahals lag eine Parkanlage mit einem großen Wasserbecken. Das weiße Taj Mahal hat sich in diesem Becken gespiegelt und erschien im Wasser schwarz.

Shah Jahan wurde von seinem Sohn Muhammad Aurangzeb Alamgir entmachtet und verbrachte den Rest seines Lebens als Gefangener im Roten Fort. 1666 wurde er neben seiner Gattin beigesetzt. Sein Grab zerstört die Symmetrie des Gebäudes, was belegt, dass er vorhatte, sich ein eigenes Grabmal zu errichten, zumal er, um diese Symmetrie zu bewahren, ein Rasthaus auf der östlichen Seite des Gebäudes errichten ließ, das der Moschee auf der westlichen Seite ähnlich ist.

Der Taj Mahal liegt nicht im Zentrum des Gartens, wie bei persischen Grabmälern üblich, sondern am nördlichen Rand, was nahelegt, dass ein weiteres Grabmal auf dem gegenüberliegenden Ufer geplant war. Die vom Fluss getrennten Gebäude wären dann wiederum im Zentrum des nunmehr großen Gartenareals gewesen, wie es dem persischen Verständnis vom Himmel als von einem Tschahār Bāgh entspricht. (Quelle: Wikipedia)

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