Wiener Musikanten: 100 Jahre Blasorchester der Wiener Netze

Trotz der Pandemie produzierte das Blasorchester der Wiener Netze unter der Leitung von Michael M. Holzer zum 100-jährigen Bestandsjubiläum eine CD. Der Zusammenschnitt aus dem musikalischen Schaffen vom Beginn als Salonorchester über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis hin zu Neueinspielungen der heutigen Zeit ist diese Sammlung ein interessantes Tondokument über diesen langen Zeitraum des Bestehens des Orchesters.

Zum Jahreswechsel 1919-20 wurde das „Orchester der Wiener Städtischen Gaswerke“ gegründet. In dieser Zeit fanden sich einige, meist aus der Militärzeit des 1. Weltkrieges heimgekehrte Gaswerksmitarbeiter zum gemeinsamen Musizieren zusammen. Zunächst als kleines Salonorchester gegründet begann der Kreis der Musiker immer mehr zu wachsen. Bald präsentierte sich eine Blasmusikkapelle und ein Streichorchester der Öffentlichkeit.

Infolge der Ereignisse der Jahre 1934 bis 1945 wurde das Orchester aufgelöst. Nach Kriegsende wiederholte sich der Gründungsvorgang von 1920 auf ähnliche Weise. Heimkehrende Militärmusiker und Musikerkollegen freuten sich, wieder im Freundeskreis spielen zu können. Nach kurzer Zeit stand neuerlich eine achtbare Blasmusikkapelle auf den Beinen.

Nicht nur in Wien, wo die „Gaserer“ jährlich zahlreiche große und kleine Festivitäten musikalisch umrahmten, auch in vielen Staaten Europas wurde die Kapelle zu Konzertreisen eingeladen. Auftritte in Berlin, Bilbao, Düsseldorf, Moskau und Skopje seien hier erwähnt.

Seit dem Jahr 1999 steht die Kapelle unter der musikalischen Leitung von Michael Holzer. Er und Obmann Günter Rudolf haben unter schwierigen Umständen die vorliegende CD „100 Jahre Blasorchester der Wiener Netze“ zusammengestellt. Zu bestellen unter musik@wienernetzt.at