Noten aus der Blechpresse?

Denkt man an eine Blechpresse, denkt man an eine Spenglerei. Jemand, der Bleche abwinkelt, in Form bringt. Vielleicht bringt eine Blechpresse auch eine Form für ein Blechblasinstrument hervor? Stimmt alles nicht. Die Blechpresse ist ein Verlag, der sich auf den Druck von Noten für Blechblasinstrumente spezialisiert hat. Brass-Ensembles und vor allen die tiefen Bläser liebt der Verlag. Gegründet wurde dieser von Stefan Kaundinya in der schönen Stadt Böblingen im Süden Deutschlands.

Stefan Kaundinya studierte Tuba bei Ulrich Haas (Folkwanghochschule Duisburg), Prof. Walter Hilgers (Hochschule für Musik Weimar) und Stefan Heimann (Musikhochschule Stuttgart). Er war Mitglied mehrerer Jugendorchester, hatte Praktikanten- oder Zeitverträge bei der Philharmonie Essen, den Düsseldorfer Symphonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (heute: Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern). Von 2003 bis 2007 war er beim Polizeimusikkorps (heute: Landespolizeiorchester) Baden-Württemberg beschäftigt. Seit 2007 lebt er als freischaffender Tubist und Lehrer für Tuba und Tenorhorn in seiner Heimatstadt Hamburg. Im Jahr 2006 gründete er den Musikverlag Blechpresse, der Noten für Blechbläser herausbringt. Seit 2009 beschäftigt er sich außerdem mit dem seltenen historischen Instrument Ophicleïde, einem Vorläufer der Tuba aus dem 19. Jahrhundert. Er wirkte auch bei zahlreichen CD-Produktionen mit, beispielsweise beim Blechbläserquintett Elbeblech, Tubaquartett Gebrüder Ohrentaub, Polizeimusikkorps Baden-Württemberg, Staatsorchester Oldenburg, Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken u.a.

Als Musikverlag liegt der Schwerpunkt in der Ensembleliteratur, sowie am Sektor für all jene, die gezielt Tiefe und Klang trainieren wollen: Die bei Blechbläsern so beliebten Vocalisen von Marco Bordogni. Diverse CD-Einspielungen finden sie hier.

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