Kärnten feiert am 10. Oktober mit dem 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung ein für ganz Österreich bedeutendes historisches Ereignis. Nach der erstmaligen Anwendung des „Selbstbestimmungsrechts für Völker“ haben sich die Bewohner der Abstimmungszone 1920 mit deutlicher Mehrheit für den Verbleib bei der damals noch jungen Republik Österreich und gegen den SHS-Staat entschieden.

Im Friedensvertrag von St. Germain im September 1919 wurde eine Volksabstimmung in Südkärnten vorgesehen. Die Kärntner Volksabstimmung gilt als die erste basisdemokratische Entscheidung im Hinblick auf die derzeitige Propagierung der direkten Demokratie als ein besonders leuchtendes Beispiel.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen blickte positiv auf den 100. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung. „Hier entwickelt sich ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl, ganz jenseits der alten Trennlinien, was auch sehr vernünftig ist“, sagte er im Interview für die APA und die slowenische Nachrichtenagentur STA in Wien.

Historisch gesehen sei es von den Alliierten richtig gewesen, die Bevölkerung zu fragen, so Van der Bellen. Die Bevölkerung Kärntens habe sich damals mehrheitlich für den Verbleib bei der jungen Republik Österreich entschieden. Er finde das interessant, weil außerhalb von Kärnten die Sorge groß war, dass dieser Staat überhaupt nicht lebensfähig sein werde, und „hier war eine Gruppe, die gesagt hat: Ja, wir wollen da bleiben.“ (Quelle: ORF)

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