….hat was zu erzählen. Coronabedingt sind momentan die Reisegewohnheiten allerdings etwas eingeschränkt. Niemand weiß zur Zeit, wohin man reisen kann, außer vielleicht im eigenen Land. Was liegt eigentlich näher, als dem Publikum eine imaginäre Reise zu erzählen? Verbunden mit kulinarischen Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern? Das wär doch eine Idee, das Publikum zu unterhalten!

Zuerst besuchen wir einen Bauernmarkt in Amerika: Hier kann man im bunten, fröhlichen Treiben Gemüse, Fleisch, Käse und allerlei andere Produkte der Farmer kaufen. Die markante Marktglocke (Market Bell) ertönt und man hört einen Bauern laut lachen. Vielleicht, weil eines der kleinen Ferkel ausgebüchst ist – oder weil der Bauer vom Nachbarstand beim Versuch, es wieder einzufangen, mit dem Hinterteil im Wassertrog gelandet ist?

Dann gibt es „Falafel„: frittierte Bällchen aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen, die vor allem als Imbiss beliebt sind. Falafel gehört zu allen Küchen Vorder- und Südasiens sowie Nordafrikas. Auch in Israel gilt Falafel als Nationalgericht und wird von allen Einwohnern Israels zubereitet, unabhängig von Ethnie, Herkunft oder Religion. Oder vielleicht „Tzatziki“ aus Griechenland? Tsatsiki wird als typische kalte Vorspeise mit Brot serviert und ist Bestandteil der Mezedes (Vorspeiseplatte). Oft wird es auch zu Fleischgerichten wie Gyros oder Souvláki gereicht und besteht aus Joghurt (mit 10 % Fett), Gurken, Olivenöl und Knoblauch.

Kennen Sie beispielsweise „Flamiche„, eine kulinarische Spezialität aus Käse und Eiern aus der Region um den Ort „Dinant“ in Frankreich? Oder Sie servieren gleich ein komplettes französisches Feinschmeckermenue mit „Menu gastronomique„. Das Stück besteht aus neun Sätzen, die in drei Gänge unterteilt ist – drei Vorspeisen, drei Hauptgerichten und drei Desserts. Sie können das Publikum abstimmen lassen, welche Kombination von Vorspeise – Hauptspeise und Dessert gespielt werden soll.

Zum Dessert erklingt die Musik aus dem „Augsburger Tafel-Confect“ von 1733. Es ist dies eine Liedersammlung, aus der zur Nachspeise musiziert werden sollte, im Gegensatz zur Tafelmusik zum Hauptgang. Dazu serviert man am besten „Peche Melba„, ein Dessert, das Auguste Escoffier der Sängerin Nellie Melba widmete, die von 1892 bis 1893 am Londoner Royal Opera House gastierte. Escoffier kreierte damals dieses Dessert, indem er pochierte Pfirsiche auf Vanilleeis setzte, serviert in einem aus einem Eisblock geschnitzten Schwan. Der Schwan bezog sich auf Wagners Oper Lohengrin, in der Nellie Melba brillierte.

Und weil wir schon in England sind, machen wir einen Abstecher nach Irland und besuchen den Ort „Tullamore„. Hier wird seit über 200 Jahren der berühmten irischen Whiskey Tullamore D.E.W. destilliert. Das ist doch einen guten Schluck wert!

Wer es lieber alkoholfrei hat, bestellt sich „Gelato con Caffe“ und hat zwei Fliegen auf einen Schlag: Spezialität aus Italien, komponiert von einem Japaner.

Zum Abschluss gibt es einen guten Wein, vielleicht vom Kaiserstuhl, Deutschland, oder aus Italien. Dazu singt man ein fröhliches Trinklied aus La Traviata und trinkt „auf euer Wohl„.

Alles, was mit Essen und Trinken zu tun hat, finden Sie unter dem gleichnamigen Tag „Essen und Trinken„. Wenn Sie weitere Werke zu diesem Thema kennen, melden Sie uns das bitte an heli@musicainfo.net. Gute Reise!