Große Trauer um Balduin Sulzer

Der Oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte Sulzer als eine „prägende, in jeder Hinsicht inspirierende Persönlichkeit des zeitgenössischen Musiklebens Oberösterreichs. Er war einer, der in der Musikgeschichte unseres Landes unübersehbar und unüberhörbar Spuren hinterlassen hat.“ Sein Tod sei ein großer Verlust für das Kulturland Oberösterreich.

Nach dem Besuch des Gymnasiums folgten phil.-theol. Studien in Linz und Rom sowie das Studium des Lehrfaches Geschichte an der Universität Wien.

Die musikalische Ausbildung erwarb sich Balduin Sulzer am Brucknerkonservatorium in Linz, an der päpstlichen Hochschule für Kirchenmusik in Rom und an der Wiener Musikhochschule.

Nach mehrjähriger Tätigkeit als Musikpädagoge an diversen Gymnasien, als Korrepetitor am Linzer Brucknerkonservatorium und als Domkapellmeister arbeitete Sulzer vor allem als Lehrer am Linzer Musikgymnasium.

Sulzers Werkverzeichnis umfasst rund 400 Titel, darunter 2 Opern,
5 Symphonien, 1 Passion, 12 Instrumentalkonzerte, Klavier- und Kammermusik, Lieder und Chormusik. (Verzeichnis)

Für sein kompositorisches Schaffen erhielt Sulzer mehrere Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis des Landes OÖ, die Kulturmedaille der Stadt Linz, den Heinrich Gleißner-Preis, den Anton Bruckner-Preis sowie den Würdigungspreis der Republik Österreich.